Bettina Ramm - Inner Wisdom Marketing
Bettina Ramm
Inner Wisdom Marketing ✨
 

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Quantität vor Qualität im Marketing? Im Ernst? 🤨

22.01.2024

Qualität vor Quantität - so wird es im Marketing oft gepredigt. Nicht mehr ist mehr, sondern besser ist mehr.

Ich sage das tatsächlich auch ziemlich oft.

Aber in den letzten Wochen habe ich dieses Konzept bewusst in Frage gestellt, mit einer überraschenden Erkenntnis.

Qualität ist ein Erfolgsfaktor

Ohne Frage ist Qualität - gerade auch im Content-Marketing - ein wichtiger Erfolgsfaktor. Lieber einen gut recherchierten, tiefgängigen und wirklich hilfreichen Artikel schreiben als viele nachlässig und lieblos hinwerfen.

Lieber ein richtig gutes Video hochladen, das anspricht und viral geht, als hunderte schlechte produzieren, die keiner sich anschaut.

Ein Post auf Social Media, der wirklich Reaktionen und Interaktionen hervorruft, ist besser als viele Posts, die niemanden hinter'm Ofen hervorlocken.

Zudem hilft dir Qualität Vertrauen aufzubauen - und genau darum geht es ja, wenn du mit deinem Marketing KlientInnen gewinnen willst.

Qualität kann dir also jede Menge Zeit und Arbeit sparen, so dass du mit einem Bruchteil deiner Bemühungen dasselbe oder sogar bessere Ergebnisse erreichst.

Moment, mit einem Bruchteil deiner Bemühungen? 🤔 Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Denn natürlich macht mehr Qualität nicht unbedingt weniger Mühe, vor allem wenn du noch ganz am Anfang stehst.

Wenn Qualität dich ausbremst

Gerade am Anfang einer Selbstständigkeit, aber auch wenn du dich viel mit anderen vergleichst oder deine Bemühungen nicht die gewünschten Früchte tragen, kann der Wunsch, etwas richtig Gutes abzuliefern, geradezu manisch werden.

Dahinter steckt die heimliche Überzeugung, nicht gut genug zu sein.

Ich glaube, wir kennen das alle.

Dann drehen wir uns im Kreis, denn unsere Gedanken laufen Amok und weil wir ihnen zuhören, bringen wir so gut wie nichts in die Welt - denn nichts ist gut genug. Manchmal fangen wir gar nicht erst an (weil es sich - oh Wunder - schon anstrengend anfühlt, bevor wir überhaupt den ersten Schritt gemacht haben).

Wie gesagt, Qualität ist was Gutes. Eine große Portion Sorgfalt und Liebe zum Ergebnis kann ganz entscheidend zum Erfolg beitragen.

Aber wenn es in Perfektionismus ausartet, geht es in die falsche Richtung. Zu laute Selbstzweifel, zu viel innere Kritik und zu viel Zögern sorgen dafür, dass wir uns selbst im Weg stehen. Wir treten auf die Bremse, bevor wir überhaupt Gas gegeben haben.

Dann kann Quantität (Masse) echt helfen

Gerade am Anfang wissen wir doch meist noch gar nicht, wie Qualität (für uns) denn überhaupt aussieht.

Was macht ein gutes Video aus? Was ist mein Thema, und wie schreibe ich am besten darüber, so dass andere nicht nur informiert, sondern auch unterhalten werden? Auf welche Posts reagieren die Leute - und vor allem, auf welche reagieren die richtigen Leute (also die, mit denen ich auch arbeiten möchte)?

Das alles sind Fragen, die sich am besten beantworten lassen, indem wir losgehen und ausprobieren.

Nicht schon vorher urteilen, sondern erstmal machen und beobachten.

Losgehen hilft oft auch gegen die Angst, denn die wird lauter, je stiller wir stehen (und je mehr wir ihr zuhören). In anderen Worten: Einfach mal machen ist ein gutes Rezept, um in Bewegung zu kommen.

Zudem werden wir in allem besser, indem wir es tun (und nicht, indem wir endlos Bücher darüber lesen, darüber nachdenken oder anderen dabei zusehen, wie sie es machen).

Laufen, Fahrrad fahren, Kochen (falls du es kannst 😋), Schwimmen - all das hast du nicht gelernt, indem du darüber nachgedacht, sondern indem du es einfach ausprobiert hast. Und du hast erst recht nicht erwartet, es von Anfang an in einer atemberaubenden Qualität zu tun.

Qualität kommt nämlich immer erst danach.

Wie sich das auf's Marketing übertragen lässt

In den letzten Wochen habe ich öfter von Leuten gelesen, die extrem mehr Content-Marketing gemacht haben und dadurch massiv sichtbarer geworden sind. Einige haben täglich (oder sogar mehrmals täglich) gebloggt, einige haben mehrere Posts pro Tag in den sozialen Medien geteilt.

Das massive Tempo hat nicht nur mehr Leute auf sie aufmerksam gemacht, sondern auch ihre eigene Kreativität und die Qualität ihrer Inhalte erhöht.

Sie sind besser geworden.

Und sichtbarer.

Ich habe auch von einigen gelesen, die es probiert haben, und bei denen es nicht so richtig funktionierte (oder sagen wir, die Ergebnisse waren schlechter als erwartet).

Was ich noch viel interessanter finde: Einige bezeichneten dieses "Daily Writing" als harte Arbeit, andere als mühelos.

Daraus hatte ich ein Aha, das für mich einiges in Bewegung gebracht hat (auch wenn es vielleicht banal wirkt): Tägliches Schreiben ist genau richtig, wenn es für uns richtig ist.

Anders gesagt: Die Inspiration kann uns nicht nur ein spezifisches Thema liefern, über das wir jetzt posten könnten, sondern sie kann auch weiter vorne ansetzen und uns die Idee liefern, durch tägliches Schreiben unsere inneren Blockaden aufzulösen.

Wenn wir täglich mit etwas rausgehen, wird unsere eigene Messlatte für Qualität automatisch niedriger. Niemand kann jeden Tag gleich gut performen, das ist mal klar. Infolgedessen zensieren wir uns weniger.

Das wiederum ist gut für den Flow (und das öffnet uns für neue Inspiration).

Und Qualität liegt ja ohnehin meist im Auge des Betrachters. Was wenn dein Publikum die Beiträge am meisten liebt, die dir total peinlich sind, weil du denkst, sie seien nicht gut genug?

Folge deiner Inspiration

Qualität ist wichtig, und manchmal ist sie das Ergebnis von Quantität.

Wenn ich als Gärtner eine mega Tomate züchten will, tue ich gut daran, viele verschiedene Tomaten anzubauen, aus meinen Erfahrungen zu lernen und immer besser zu werden.

Die ersten Tomaten sind vielleicht gut, vielleicht auch nicht. Mit wachsender Erfahrung werde ich jedoch immer bessere Tomaten anbauen. Was mir dann übrigens nicht verbietet, viele Tomaten anzubauen. 😏

Sprich - Qualität und Quantität schließen sich gegenseitig nicht aus.

Und beides hat seine Zeit.

Du fühlst, was für dich gerade besser ist. Ob es wichtig ist, dass du losgehst, einfach mal machst, um deinen Anspruch an dich selbst und deine Angst leiser zu stellen und deine Stimme zu entwickeln - oder ob es Zeit für Muße ist, für einen Rückzug in dich selbst, ein Revue passieren lassen.

(Dass beides richtig sein kann, ist übrigens der Grund, warum Slow Marketing nicht mehr Slow Marketing heißt. Nicht immer ist langsam besser.)

Lass dich von deiner Inspiration führen.

Wobei ich an dieser Stelle ergänzen möchte: Wenn du dich für eine höhere Produktivität entscheidest, vertraue den Ideen, die auftauchen, auch wenn sie sich ganz gewöhnlich anfühlen, und warte nicht auf die goldene Inspiration (die sich anfühlt, als wäre sie von Gott persönlich).

Inspiration kann auch leise sein und sich ganz unscheinbar und banal anfühlen.

Alles Liebe,

💖 Bettina

PS: Wenn ich "Qualität vor Quantität" sage, deute ich in der Regel auf etwas ganz anderes: Höre dem inneren Antreiber nicht zu, der dir sagt, dass Marketing viel Arbeit macht. Dieser Gedanke ist NICHT wahr. Marketing wird mühelos, wenn du deiner Inspiration folgst. Wenn du dich fragst, wie du das machst, empfehle ich dir meinen "Wunderbar sichtbar" Kurs.

Kategorien: Mindset + Vertrauen | Schlagworte: Du bist genug, einfach mal machen, finde deine Stimme, Flow, Vertrauen

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