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Vielleicht wird es nie perfekt sein. Und das ist ok.

03.11.2021

Ich kann gar nicht so genau sagen, was passiert ist. Irgendwie ist wieder Ruhe bei mir eingekehrt. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass meine Facebook Kampagne gestartet ist und jetzt automatisch und ohne mein weiteres Zutun läuft. Vielleicht liegt es aber auch an den inneren reinigenden Prozessen, die meine Osteopathin letzte Woche angestoßen hat. Vielleicht ist es keins von beidem, sondern ich habe nur irgendwo irgendwas gehört, was wieder für mehr Tiefgang und inneren Frieden sorgte. Oder es war einfach dran.

Mit dieser Ruhe kam die Erkenntnis: Slow Marketing ist nicht alles. Es gibt einige Themen, die ich unterdrückt habe, die aber ebenfalls durch mich in die Welt wollen. Es ist Zeit, das Korsett abzulegen, das mir eine Zeit lang Halt gab. Ich brauche es nicht mehr, ich bin herausgewachsen.

Ich habe ja schon immer gesagt, es geht mir gar nicht um Marketing. Es geht mir um die tieferen Wahrheiten dahinter, und um die Ruhe, den inneren Frieden und die Liebe, die darin mitschwingen. Die sich in unserem Leben ausbreiten und unsere Realität verändern, je mehr wir sie sehen können.

Slow Marketing war für mich ein Jahr lang das Mittel der Wahl, weil ich eine Stütze brauchte. Für mich selbst, um mich sicher zu fühlen, und für andere, damit sie besser einordnen können, was ich tue. Worum es mir geht.

Im Marketing zeigen sich so viele Symptome, wenn wir zu viel nachdenken oder zu viel auf die Weisheiten anderer Menschen hören statt auf unsere eigene. Dann wird es stressig, fühlt sich nicht gut an und meistens funktioniert es auch nicht. Wenn es doch funktioniert, wird es mit der Zeit immer anstrengender. Wir fühlen, dass wir nicht auf unserem Weg sind. Der zu uns passt und leicht geht.

Im Marketing gibt es so viele Beispiele, an denen ich das Unsichtbare sichtbar machen kann. Letzten Endes ist es ja egal, auf welche Art ich es sichtbar mache. Wichtig ist, dass es sichtbar wird. Und doch möchte ich mich nicht auf Marketing beschränken, und ich will auch nicht verwechselt werden mit denen, die Marketing lehren, die zeigen, wie es geht, die ihre Weisheiten teilen, damit man sie anwende.

Aber wenn es nicht mehr Marketing ist, was ist es dann?

Ehe ich mich versah, war ich in neuen Grübeleien gefangen. Ich brauche erst ein neues Dach, einen Slogan, einen Elevator Pitch (das sind diese 30 Sekunden Sätze, die besagen, was wir tun und was uns besonders macht), bevor ich losgehen kann.

Ein typischer Marketing-Glaubenssatz übrigens, und obwohl ich das wusste, bin ich ihm doch wieder aufgesessen. Habe verschiedene Formulierungen ausprobiert, darauf herumgekaut, habe welche gefunden, dann wieder verworfen ... Chaos pur.

Nichts daran ist falsch. Wir dürfen mit Formulierungen spielen. Wir dürfen sie ausprobieren und wir dürfen uns auch für eine entscheiden. Die wir jederzeit ändern dürfen. Wir sind absolut frei.

Aber es darf leicht gehen. Wenn es anfängt, sich anstrengend anzufühlen, sind wir wieder dem Ego auf den Leim gegangen, das alles perfekt haben will. Wenn wir glauben, es kann erst erfolgreich werden, wenn es perfekt ist - dann gehen wir nie so richtig los, weil es immernoch nicht perfekt ist. Und wie sollen wir dann erfolgreich werden?

Und auch das ist ok. Wir müssen nicht erfolgreich sein. Wir sind auch so heil und sicher und ganz.

Das Wichtige lässt sich mit Worten nie transportieren. Es schwingt immer zwischen den Zeilen. Es ist das, was unsere Präsenz ausmacht.

Sydney Banks hatte die Erfahrung, das Erwachen in die 3 Prinzipien, und die Menschen strömten danach aus aller Welt herbei, um ihm zuzuhören. Auch die, die seine Worte nicht verstanden, spürten doch deren Wirkung. Noch heute werden seine Audios und Videos immer wieder empfohlen, um noch tiefer an die spirituelle Wahrheit unseres Menschseins heranzukommen.

Seine Worte waren einfach. Seine Ausstrahlung war ruhig. Aber selbst wenn ich exakt dieselben Worte in exakt demselben Tempo nutzen würde, wäre die Wirkung doch anders.

Das gab mir lange das Gefühl, ich müsse an meiner Präsenz arbeiten. Das Ego sucht immer neue Stellen, die es an uns oder an der Welt fixen kann. Aber es gibt nichts zu fixen. Wir müssen gar nichts verändern. Wir sind bereits heil und ganz und perfekt.

Ich glaube dennoch, dass es ein Geheimnis gibt. Je mehr wir gesehen haben, desto größer ist unsere transformative Wirkung auf andere. Je mehr wir gesehen haben, wer wir wirklich sind.

Denn wenn wir sehen, wer wir wirklich sind, fällt alles ab, was wir nicht sind. Alle Masken. Unsere Welt wird simpler, einfacher, und wir werden irgendwie authentischer. Präsenter.

Es geht also um Präsenz? Bewusstsein?

Heilwerden, oder Erkennen, dass wir bereits heil sind?

Ja, und nein. Um all das, und noch viel mehr. Und gleichzeitig um nichts davon. Es geht darum zu erkennen. Erkennen, dass alles gut ist.

Ich bin mir sicher, ich könnte allein mit dem "Worum geht es wirklich?" einen ganzen Podcast füllen. Jede Woche eine neue Folge. Jede Woche würde ich etwas neues sehen oder es mit anderen Worten erklären können.

Und darum ist es gar nicht nötig, einen perfekten Slogan zu finden. Es geht um all das. Und es geht um all das nicht. Es geht um viel mehr, und gleichzeitig geht es um nichts.

Wir lassen uns überraschen, wohin das führt.

Warte nicht, bis es perfekt ist. Geh los, leb dein Leben. Jetzt.

Alles Liebe,

🙏 Bettina

Kategorien: Mindset + Vertrauen | Schlagworte: authentisches Marketing, dem Herzen folgen, Erkenntnisse, sei du selbst

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