Bettina Ramm - Inner Wisdom Marketing
Bettina Ramm
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5 Dinge, die ich durch mein (völlig sinnloses) Schreiben auf Medium.com gelernt habe

09.02.2024

Mein Impossible Project in diesem Jahr ist es, innerhalb von 90 Tagen 10.000 Dollar Umsatz über Medium.com zu machen.

Medium.com ist ein englischsprachiges Online-Magazin, auf dem jeder mitschreiben und ab einer bestimmten Followerzahl auch mitverdienen kann. Angesichts der Tatsache, dass ich mit sage und schreibe zwei (2!) Followern und recht unsicherem Englisch in die 90 Tage starte, ist "absolut unmöglich" wohl genau das richtige Attribut für dieses Projekt.

Soweit ich es gesehen habe, verdienen die meisten Autoren, bei denen es ganz gut läuft, im Schnitt um die 15 - 20 Dollar pro Story (so heißen die Beiträge auf Medium.com).

Für 10.000 Dollar müsste ich nach Adam Riese also um die 500 Stories schreiben, das sind ungefähr fünf am Tag. Heute ist Tag 26, und ich kann ziemlich sicher sagen, dass ich das nicht packe 😂 Mein Schnitt liegt im Moment bei ca. drei Stories pro Woche, und auch darauf bin ich bereits unglaublich stolz.

Da aber erst Tag 26 ist, kann ich natürlich überhaupt noch nichts über das mutmaßliche Ergebnis sagen. Wer weiß? 😏

Was heißt schon sinnlos?

In meinen schlechten Momenten fühlt sich das ganze Projekt natürlich nach massiver Zeitverschwendung an. Ich sitze ziemlich lange an jeder einzelnen Story - viel länger als an meinen deutschen Blogbeiträgen - weil ich viel mit Google Übersetzer und anschließend auch noch mit Grammarly arbeite.

Selbst wenn ich 20 Dollar pro Story verdiene, ist mein Stundenlohn noch verdammt mies. Und die meisten Autoren auf Medium verdienen nur einen Bruchteil davon, oder sogar gar nichts.

Ein paar Mal dachte ich schon, ich schmeiß hin. Ist ja meine Entscheidung. Und die Zeit wäre vermutlich in mein deutschsprachiges Business viel nachhaltiger investiert.

Aber dann wieder packt mich die Inspiration und eine neue Story fließt (naja, eher tröpfelt 😅) aus mir heraus.

Total sinnlos? Na. Ich glaub nicht. Sinnlose Aktivitäten gibt es nur für das Ego. Aber das Ego hat eh keinen Plan, daher lerne ich mehr und mehr, nicht auf seine Meinung zu hören.

Alles, was uns Freude macht und inspiriert, bringt uns irgendwie weiter. Es lässt uns wachsen, und manchmal entstehen daraus neue Dinge, Projekte und Möglichkeiten, die wir jetzt noch gar nicht sehen können.

In meinen guten Momenten sehe ich jetzt schon, was ich für mich gelernt und gesehen habe, das sich positiv auf alle meine anderen Lebensbereiche und Projekte auswirken wird (und es teilweise sogar schon tut).

#1 - Es ist leichter, wenn es um nichts geht

Wenn das Ganze eine Art Spiel ist, macht es mehr Spaß. Dann geht es nicht um mich und auch nicht darum, mich zu beweisen, sondern es geht einfach nur darum, so viel Freude wie möglich zu haben.

Auch bei einem Spiel haben wir ja ein Ergebnis im Sinn - wir wollen gewinnen, das macht so ein Spiel aus.

Und doch hängt überhaupt nichts an diesem Gewinn dran.

Das führt dazu, dass wir leichter mal ein Risiko eingehen und auch mal bereit sind zu scheitern.

So habe ich mich auf Medium.com ziemlich früh mit meinen Stories bei fremden Publikationen beworben. Publikationen sind Zusammenschlüsse verschiedener Autoren zu bestimmten Themen. Weil diese Publikationen bereits eine gewisse Followerschaft und somit Sichtbarkeit auf Medium.com haben, ist es für einen neuen - und somit unsichtbaren - Autor eine gute Möglichkeit, selbst vor die Linse neuer Leser zu kommen.

Meine erste Bewerbung ist gescheitert, aber bereits die zweite wurde angenommen - und diese Story ging direkt durch die Decke (nach meinen Verhältnissen). Sie hat mir fast 100 Follower und eine Menge Sichtbarkeit eingebracht.

Auch die nächsten Meilensteine - mich für's Medium Partnerprogramm bewerben, meine erste Story bei meiner Traum-Publikation einreichen - waren nicht so ein riesen Thema, weil es im Grunde um nichts weiter geht als um dieses Spiel "Creating the Impossible".

Ich meine, es ist eh unmöglich, da kann ich doch alles riskieren, richtig?

Aber was, wenn wir genau diese Lazyness, diese fehlende Anhaftung oder Identifikation mit dem Ergebnis, auf all unsere anderen Lebensbereiche übertragen könnten? Ich nehme wahr, dass genau das passiert - mit jedem Erfolg, den ich im Impossible Project verbuche, lässt mein Ego in anderen Lebensbereichen ein Stückchen mehr los (oder ich lasse mein Ego los? 🤨)

#2 - Ich kann viel mehr als ich denke

Am Anfang hab ich ja gedacht, das wird sowieso nix. Mein Englisch ist viel zu schlecht.

Ja, ich lese viel auf Englisch, und oftmals weiß ich gar nicht so genau, ob ein bestimmtes Buch, das ich gerade lese, jetzt auf Deutsch oder Englisch ist (wenn es nicht gerade vor mir liegt).

Aber selbst Schreiben ist doch nochmal 'ne andere Hausnummer.

Für meine ersten Stories habe ich einige meiner alten Blogbeiträge genommen und durch Google Translate gejagt. Wobei Jagen das falsche Wort ist, weil immer nur maximal 5.000 Zeichen übersetzt werden. Das hat also durchaus einige Zeit in Anspruch genommen.

Nach einer Weile (und ein paar ermutigenden Kommentaren auf Medium.com) wurde ich mutiger. Besser gesagt - ich hatte eine Idee für eine Story und keine Lust, sie auf Deutsch vorzuschreiben. Also hab ich sie direkt auf Englisch geschrieben.

Das ist besagte Story, die durch die Decke ging 😏

Inzwischen bin ich selbstsicherer, was meine Englischkenntnisse angeht. Ich habe aufgehört, mich wegen jeder Phrase bei Google rückzuversichern. Ich schreibe Kommentare einfach drauflos und schicke sie ab.

Fazit: Es ist egal, was wir denken, was wir können. Entweder wir sind viel fähiger als wir glauben, oder wir lernen es. Das Leben führt uns, wir brauchen nur der Inspiration zu folgen.

#3 - Ob ich es gut finde, spielt keine Rolle

Es gibt eine Instanz in mir, die bewertet alles, was ich tue. Nicht nur das, sie bewertet das Leben insgesamt. Diese Instanz ist mein Ego, und ich weiß - theoretisch -, dass sie falsch liegt.

Bei Medium.com bekomme ich praktische Beweise - sozusagen schwarz auf weiß.

Ich habe es jetzt schon mehrfach erlebt, dass eine Story, die ich als besonders gelungen angesehen habe, von der Publikation abgelehnt wurde, während eine andere, die ich als "naja, es gibt halt solche Tage" eingeordnet hab, ohne Einwände publiziert wurde.

Ich finde das sehr spannend, weil ich die "naja, manchmal kann ich halt nicht so gut mit Worten" Beiträge unter normalen Umständen hätte unter den Tisch fallen lassen.

Ich höre immernoch viel zu oft meinem inneren Kritiker zu, der die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben meint.

Aber Wert ist immer total subjektiv, und dass eine Story von einer Publikation angenommen wurde, heißt ja auch nicht, dass sie gut ist. Es heißt nur, dass der, der es entscheidet, etwas in ihr gesehen oder gelesen hat, das ihm wertvoll erschien.

#4 - Lerne, die Leute zu fesseln

Es geht nicht um mich. Diese Lektion lerne ich auf Medium.com in ganz neuer Tiefe.

Niemand liest meine Stories, weil ich so eine begnadete Autorin bin oder weil ich immer total tiefsinniges Zeug von mir gebe.

Meine Stories werden gelesen, wenn sie

  1. einen spannenden Hook haben, also eine Überschrift, die neugierig macht und einen Mehrwert verspricht,
  2. gut ins Thema reinführe, es also interessant bleibt,
  3. ich den roten Faden beibehalte und mein Wert-Versprechen halte.

Wenn meine Story berührt, gibt es einen Kommentar oder ein Klatschen (beides Qualitätsmerkmale für den Algorithmus von Medium.com), und wenn es richtig gut läuft, habe ich einen neuen Follower gewonnen.

Aufgrund der massiven Konkurrenz geht es hier nicht nur um die Story an sich, sondern vor allem darum, wie ich sie rüberbringe. Und das macht das Spiel aus!

Ich lerne, meine Story zu verkaufen. Gerade wir Frauen stellen ja gerne unser Licht unter den Scheffel, und ich bin darin eine absolute Meisterin. Das Klappern, das ja bekanntlich zum Handwerk gehört, fällt mir selber nicht so leicht.

Ich lerne, für den Wert meiner Story einzustehen und ihn anzupreisen. Das öffnet meinen Blick für den tatsächlichen Wert meiner Stories immer mehr. Ich werde selbstsicherer.

Und das wiederum wirkt sich enorm bereichernd auf meine Kreativität und Inspiration aus.

#5 - Irgendwann muss es in die Welt (und das ist gut so)

Auch das ist eine Lektion, die ich auf Medium.com in neuer Tiefe gelernt habe.

Weil ich gefühlt Ewigkeiten an meinen Stories sitze (neben den herkömmlichen Schritten kommen ja noch das Übersetzen und die Grammatik-Prüfung dazu), bin ich noch stärker motiviert, gesunden Unperfektionismus walten zu lassen.

Meine Stories wollen manchmal in die Welt, obwohl ich mich noch nicht bereit fühle, sie gehen zu lassen.

Wie eine überbesorgte Mutter möchte ich sie noch ein wenig mehr vorbereiten, noch ein bißchen besser ankleiden, nochmal anschauen und umarmen. Aber es drängt sie hinaus in die Welt.

Und weil mein Tag auch nur 24 Stunden hat, und - wer hätte das gedacht - auch noch ein paar andere Dinge eine Rolle in meinem Leben spielen, muss ich sie irgendwann gehen lassen.

Und das ist gut so.

Es ist genug.

Wir müssen nicht perfekt sein, um gut zu sein.

Oder um es mit den Worten von Salvador Dalí zu sagen:

"Hab keine Angst vor Perfektion. Du wirst sie nie erreichen."

Was auch immer dich ruft, gehe darauf los. Lass dir von deinem Ego nichts von Zeitverschwendung erzählen. Es hat keine Ahnung (und wir können Zeit nicht verschwenden, denn Zeit ist ein Konzept und existiert in Wahrheit nicht).

Was auch immer du tust, es wird dich wachsen lassen.

Nur weil du die Ergebnisse noch nicht sehen kannst, heißt das nicht, dass es keine geben wird.

Vertraue.

Alles Liebe,

💖 Bettina

Kategorien: Vision + Strategie | Schlagworte: dem Herzen folgen, einen Scheiß muss ich, einfach mal machen, Lohnt sich das?, verkaufen lernen

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