Bettina Ramm - Inner Wisdom Marketing
Bettina Ramm
Inner Wisdom Marketing ✨
 

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Lass die Zahlen sich um sich selbst kümmern

18.09.2023

Wertest du regelmäßig deine Zahlen im Marketing aus? Vermutlich nicht, und vermutlich hast du ein schlechtes Gewissen deswegen 😝 Denn diesen einen Tipp hört man ja von verschiedenen Marketingexperten immer wieder: Werte deine Zahlen aus.

Aber was, wenn das gar nicht dein Schweinehund oder deine Angst sind, die die Zahlen vernachlässigen, sondern innere Weisheit? Was, wenn es nicht dumm, sondern schlau ist, die Zahlen zu ignorieren und sich selbst zu überlassen?

Und was braucht es stattdessen?

Lass die Zahlen sich um sich selbst kümmern

In dieser Episode teile ich mit dir

  • wer Recht hat, wenn Wollen und Sollte in dir einen Kampf kämpfen,
  • was mir die Zuversicht gibt, Zahlen sich selbst zu überlassen,
  • wie du intuitiver mit deinen Zahlen arbeitest,
  • wo du deine Zeit stattdessen viel besser investierst :)

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Michael Neill schreibt gleich zu Beginn seines Buches "The Inside Out Revolution":

"I spoke with a CEO who had taken his company from millions to billions of dollars of revenue by teaching the inside-out understanding to his workforce and letting the numbers take care of themselves."

Der CEO brachte sein Unternehmen von 7-stelligen zu 10-stelligen Umsätzen, indem er seiner Belegschaft die 3 Prinzipien (das Inside-Out-Verständnis) nahe brachte und die Zahlen sich selbst überließ. 😳

Und wenn das in einem Unternehmen mit riesigem Umsatz und großem Team funktioniert - dann doch wohl erst recht für dich, wenn du nur alleine oder mit einem kleinen Team unterwegs bist.

Warum das Spiel mit den Zahlen Sinn zu machen scheint

Natürlich kann es gut sein, in deinem Business die ungefähren Zahlen zu kennen. Es kann hilfreich sein zu wissen, welches dein stärkster Kanal ist (wobei die Follower nicht so viel Aussagekraft haben wie die Zahl der Menschen, die dann tatsächlich zu Kunden werden). Es macht Sinn zu wissen, welche deiner Anzeigen am besten performt. Und ob du überhaupt noch Newsletterleser hast, bevor du dich hinsetzt, um einen Newsletter zu schreiben 😋

Das ist gesunder Menschenverstand.

Doch im Marketing wird sehr oft empfohlen, weit über das hinauszugehen. Die Zahlen zu protokollieren und dann aktiv nach oben zu treiben.

Auf den ersten Blick ist das total sinnvoll. Geht es nicht letztlich nur um Zahlen? Wenn du keine Follower hast, wirst du auch keine Kunden haben. Wenn du keine Kunden hast, wirst du keinen Umsatz haben. Wenn du keinen Umsatz hast, hast du kein Business.

Also wird rückwärts logisch gedacht: Je mehr Follower, desto mehr Kunden, desto mehr Umsatz, desto mehr ist dein Business ein Business 😵

Und wenn du weißt, was funktioniert, kannst du dich darauf stürzen und den Rest links liegen lassen. Du verschwendest keine Zeit mehr mit Dingen, die eh nicht funktionieren, weil du die Abkürzungen gehst.

Kurz gesagt: Die Zahlen zu kennen und bewusst zu manipulieren erhält die Illusion aufrecht, dein Business (und das Leben) unter Kontrolle zu haben. Es erhält die Illusion aufrecht, der Kopf sei für Entscheidungen zuständig und es gebe den einen "richtigen" Weg, dein Business zu Wachstum und Erfolg zu führen (und dass sich dieser Weg in den Zahlen zeigt).

Was dabei aber auf der Strecke bleibt

Mal abgesehen davon, dass wir das Leben nicht unter Kontrolle haben, und der Fall aus dieser Illusionswolke manchmal sehr tief und schmerzhaft sein kann (und dabei dennoch heilsam, denn es ist immer eine Ent-Täuschung) - es bleibt eine Menge auf der Strecke, wenn wir unser Business als eine Ansammlung von Zahlen sehen.

Denn in Wahrheit geht es in deinem Business nie um Zahlen, sondern immer um Menschen.

Ich erinnere mich an ein Erlebnis in meinem Studium, als in einer Vorlesung der Prof fragte: Was ist der Zweck eines Unternehmens?

Und alle so: Geld machen. Umsatz machen. Wirtschaftlichkeit.

War ja schließlich ein Wirtschaftsstudium.

Doch der Prof schüttelte bei jeder Antwort den Kopf. Man spürte richtig, wie unter uns Studenten Frust und Verzweiflung wuchsen, weil wir die Antwort nicht kannten.

Am Ende ließ er die Katze aus dem Sack: Der Zweck eines Unternehmens ist es immer, Wert zu schaffen. Und zwar für den Kunden. Es geht immer nur um den Kunden. Der Rest kommt danach und entfaltet sich von selbst.

Heute weiß ich: Wenn wir uns selbstständig machen, steckt dahinter immer der Wunsch, etwas von uns in die Welt zu bringen (auch wenn finanzielle oder zeitliche Freiheit scheinbar im Vordergrund stehen).

Das Leben will sich durch uns ausdrücken.

Der Wunsch, es für andere zu tun, ist darin bereits natürlich enthalten. Wir müssen uns darum nicht bemühen.

Wir bringen auch alles andere mit, was es braucht: Kreativität, Inspiration, den Wunsch nach Verbundenheit (und die Fähigkeit, sie herzustellen).

Der Blick auf die Zahlen lenkt uns von dieser natürlichen inneren Führung ab. Im schlimmsten Fall lässt er uns uns selbst verraten, weil wir die Dinge nur noch für die Zahlen tun statt um anderen zu helfen.

Oft mehr Stress als Hilfe

Als vor einiger Zeit eine meiner Podcast-Episoden auf YouTube viral ging, meinte mein Mann Oliver zu mir: Da hast du einen Nerv getroffen, davon musst du mehr machen!

Ich spürte sofort, wie sich mir die Nackenhaare aufstellten. Nicht nur wegen des Wörtchens "musst" und auch nicht aus Angst vor Sichtbarkeit - sondern weil ich spürte, das ist ein Weg, den ich nicht mehr gehen will.

Ich will mir nicht von Zahlen sagen lassen, welche Inhalte ich mehr oder öfter zu posten habe.

Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass viral nicht automatisch erfolgreich heißt - denn die meisten Leute sind keine Follower geworden geschweige denn dass sie etwas gekauft hätten.

Stattdessen möchte ich meiner inneren Inspiration, meinen Eingebungen, meiner Neugier folgen. Ich möchte meiner inneren Führung vertrauen, auch wenn ich nicht weiß, ob sie mich dahin führt, was mein Kopf als mein "Ziel" ausgemacht hat.

Denn ich weiß, egal wohin sie mich führt, es ist besser als alles, was mein Kopf sich je ausdenken kann.

Der Blick auf Zahlen löst oftmals Stress aus - weil damit sofort der Verstand angetriggert wird. Wenn es gut läuft, überlegt er fieberhaft, wie man auf der Erfolgsbahn bleiben kann. Läuft es schlecht, überlegt er, wie man sich selbst aus dem Sumpf ziehen kann.

Und dabei ist so ein angetriggerter Verstand, der auf Hochtouren läuft, das größte Hindernis, wenn es darum geht, innere Weisheit zu hören.

Wenn es sich also nicht richtig anfühlt, deine Zahlen zu beobachten, wenn es sich stressig anfühlt, wenn du danach eher gelähmter bist (oder zu blindem Aktionismus neigst, bei dem dein Herz auf der Strecke bleibt), erlaube dir, es sein zu lassen.

Controlling ist kein Erfolgsgarant, meist steht es dem Erfolg sogar mehr im Weg als dass es hilft. Denk an den CEO von oben.

Die Richtung, die viel wertvoller ist

Der CEO sagte ja nicht nur, er habe die Zahlen sich selbst überlassen, sondern er sagte auch, er habe seine Belegschaft im Inside-Out-Verständnis unterrichtet.

Was ist dieses Inside-Out-Verständnis?

Es ist das kontra-intuitive Wissen, dass unsere Gefühle IMMER von innen kommen. Dass nichts im Außen unsere Gefühle beeinträchtigen kann. Dass Gefühle keine Information über das, was um uns herum vorgeht, liefern, sondern nur über die Qualität unserer Gedanken.

Ein Kunde kann dich nicht stressen oder nerven.

Dein Erfolg lässt dich nicht glücklich sein.

Wenn du das Gefühl hast, dein Business geht bergab (oder nicht voran), dann ist das keine Info darüber, wo du tatsächlich stehst, sondern nur Feedback, dass deine Gedanken gerade Amok laufen und du versuchst, das Leben zu kontrollieren.

Es ist dieses Verständnis, das den echten Unterschied macht. In allem.

Ich vergleiche es gern mit der Wurzel eines Baums, die unsichtbar ist und deshalb schnell übersehen werden kann, die dabei jedoch entscheidend dafür ist, wie stabil der Baum steht und wie gut er mit Nährstoffen versorgt wird und somit gedeiht.

Dieses Verständnis ist auch die Basis, das Fundament, von Soul Marketing - weil dein inneres Wissen, deine innere Führung, immer unendlich wertvoller ist als jedes Marketingwissen der Welt.

Hier gibt es immer noch mehr zu sehen, und wenn wir glauben, es endlich begriffen zu haben, sind wir so richtig auf dem Holzweg. Oder wie Syd Banks (auf dessen Erleuchtungserfahrung das Verständnis beruht) sagte:

"Es gibt unendlich viele Level von Bewusstsein. Es ist nicht möglich, an seine Grenzen zu kommen. Es geht immer noch tiefer und tiefer."

Also nie wieder Zahlen anschauen?

Wenn dein Verstand ein bißchen so tickt wie meiner, sagt er jetzt vielleicht: Ok, Bettina hat gesagt, auf Zahlen schauen ist falsch, also lass ich das ab jetzt sein.

Aber das hat Bettina nie gesagt 😅

Sondern. Bettina hat gesagt, du musst es nicht machen. Bettina hat gesagt, vertrau dir selbst mehr als anderen, egal wie sehr sie "Experten" zu sein scheinen. Bettina hat gesagt, Zahlen machen manchmal Sinn, aber sie als das ultimative Rezept zu sehen, um Ziele zu erreichen, produziert meistens eher Stress und Frust.

Ich glaube nicht, dass der CEO meinte, er habe nie wieder seine Zahlen angesehen. Ich glaube, dass er einfach meinte, er habe mehr losgelassen und aufgehört, ihnen hinterherzurennen.

Und bestimmt macht er auch weiterhin seine jährliche Steuererklärung 😝

Wenn es sich richtig anfühlt, deine Zahlen anzusehen, tu es.

Wenn du Lust darauf hast, weil du neugierig bist, tu es.

Wenn es dir Freude macht, weil du Zahlen liebst, tu es.

Wenn es gerade absolut Sinn zu machen scheint (vielleicht weil ein innerer Impuls kommt, doch mal auf die Zahlen zu schauen), dann tu es.

Es ist erlaubt.

Aber tu es nie, weil du denkst, du musst, weil du sonst ...

In diesen "Wenn-Dann-Bus" brauchst du nicht einsteigen.

Alles Liebe,

💖 Bettina

Kategorien: Vision + Strategie | Schlagworte: einen Scheiß muss ich, innere Weisheit, Lohnt sich das?, was ist wirklich wichtig

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