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7 Dinge, die du tun kannst, wenn du festhängst

27.08.2019

Wir alle erleben in unserem Leben immer wieder Phasen, in denen es scheinbar nicht voran geht. Manchmal sind diese Phasen kurz, manchmal können sie aber auch gefühlt ewig dauern.

Dann drehen wir uns im Kreis, finden den Faden nicht, den wir brauchen, um das Problem aufzudröseln. Wir wissen nicht, wo wir anfangen sollen oder was wir noch versuchen können. Wir verzweifeln - jeder andere scheint dieses Problem lösen zu können, nur wir nicht. Vielleicht hast du sogar mehrere solcher Im-Kreis-Dreh-Baustellen in deinem Leben, was sich sehr überwältigend, beängstigend und frustrierend anfühlen kann.

Egal, um was es bei dir konkret geht. Um dein Business, mit dem du nicht auf's nächste Level kommst. Um deine Partnerschaft, oder um einen Konflikt mit einem Familienmitglied. Um dein Verhältnis zu Geld, um eine Sucht, die du gerne loslassen möchtest, oder um ein gesundheitliches Problem. Ich möchte dir fünf Gedanken geben, die dir helfen können, den nächsten Schritt zu sehen.

#1 - Lass es da sein

Zunächst einmal - und das ist mit Abstand die schwerste Übung - nimm alles an, was da ist. All die Frustration, die negativen Gedanken über dich und über die Welt, alle Zweifel, alle fehlenden Ideen.

Lass es da sein.

All die Angst. All das Mangelbewusstsein. Auch die Angst, dass es nie vorbei gehen wird (was definitiv nicht der Fall sein wird).

Schau dir an, was da hoch kommt. Fühlst du dich nicht stark, klug, diszipliniert oder was auch immer genug?

Auch wenn du Projekte beginnst und dann mittendrin abbrichst, weil du glaubst, es sei doch nicht der richtige nächste Schritt, weil es plötzlich so viel größer ist als du dachtest oder weil du plötzlich das Gefühl hast, auf dem falschen Weg zu sein. Sei gut zu dir. Lass es zu.

Plateauphasen sind normale Phänomene zwischen Wachstumsschüben. Wachstum erfolgt nicht linear. Du kannst es an jeder Pflanze beobachten. Oder nimm kleine Kinder. Zwischen Phasen des (für die Eltern oft sehr anstrengenden) Wachstums gibt es immer wieder Pausen, in denen das Neue integriert und verarbeitet wird. In denen das Leben sozusagen Luft holt. Und ausholt für den nächsten Schub.

Je mehr Widerstand du deinem Plateau entgegensetzt, desto länger wird es anhalten, und desto schmerzhafter wird es auch. Was du bekämpfst, wird stärker. Druck erzeugt Gegendruck.

#2 - Sei dankbar für kleine Fortschritte

Auch in Plateauphasen machst du Fortschritte. Sie sind nur oft viel kleiner und subtiler als du es erwartest. Daher siehst du sie oft nicht.

Du bist so sehr auf dein großes Ziel fokussiert, dass du deine kleinen Fortschritte gar nicht wahrnimmst.

Für dich scheint es, als seist du immernoch genauso weit entfernt wie vor einem Jahr. Doch das ist nicht wahr.

Ich vergleiche das gerne mit einer Wanderung in den Bergen. Du siehst in der Ferne den Gipfel, dein Ziel. Und egal wie viele Schritte du tust, er scheint einfach nicht näher zu kommen. Du fragst dich langsam, ob du noch auf dem richtigen Weg bist. Du nimmst gar nicht wahr, dass du dich ihm langsam, aber sicher näherst. Wenn du zu schnell gehst, geht dir vielleicht auch mittendrin die Puste aus und du hast überhaupt keinen Bock mehr auf den Gipfel.

Mein Tipp: Führe ein Tagebuch. Wenn du das Gefühl hast, festzustecken, blättere zurück. Prüfe dein subjektives Empfinden ganz objektiv. Was ich oft festgestellt habe: Zwischen vielen Tagen des Hochs gibt es immer mal wieder einen Tag des Tiefs, an dem ich das Gefühl habe, festzustecken. An dem mir die Herausforderung so vertraut vorkommt, dass ich denke, hier werde ich wohl nie den Durchbruch schaffen. Doch das ist eine Illusion, nur ein Gedanke - und wenn du am nächsten Tag wieder in besserer Stimmung bist, wirst du das schnell erkennen.

Halte daher gute wie auch schlechte Stimmungen in deinem täglichen Journal fest.

Erkenne dich immer wieder auch für kleinste Schritte und Erfolge an. Halte auch sie in deinem Journal fest. Sei dankbar für jedes Learning, für jeden Ministep. Das bringt dich schneller wieder in gute Stimmung und es setzt die richtigen Signale an das Leben, so dass es dich unterstützen wird.

#3 - Es ist immer nur der nächste Schritt nötig

Manchmal haben wir das Gefühl festzustecken, weil wir die nächsten Schritte nicht sehen können. Aber zum Gehen reicht immer nur der nächste Schritt.

Der Weg entsteht beim Gehen.

Du kannst sowieso nur einen Schritt nach dem anderen machen. Mach einfach den nächsten Schritt, den du weißt und hab Vertrauen, dass der nächste Schritt dann vor dir erscheinen wird.

Der Anspruch, den ganzen Weg kennen zu müssen, versetzt uns so oft in Stress und Panik. Und gleichzeitig ist er unmöglich zu erfüllen, denn wir können einfach mit unserem begrenzten Verstand die unendlichen Möglichkeiten des Universums nicht vorhersehen und durchschauen. Wir wissen nicht, was Tolles passieren wird, wenn wir den nächsten Schritt getan haben. Das Leben verläuft nicht nach Plan (und das ist gut so).

#4 - Vertraue deiner innere Weisheit

Deine innere Weisheit erscheint, wenn du aus dem Tun und Denken einen Schritt zurück machst. Wenn du in die Stille gehst, deine Gedanken zur Ruhe bringst - oder ihnen einfach nicht mehr glaubst.

Denn hinter deinem denkenden Verstand, der dich oft antreibt und in die Irre führen möchte, der aber doch nur aus deiner Vergangenheit deine Zukunft kreieren kann, sitzt etwas, das viel intelligenter, viel kraftvoller und viel liebevoller ist. Das Leben selbst. Nenne es Intuition, Bauchgefühl, Eingebung. Es kann sich bei jedem Menschen anders anfühlen. Du erkennst es an den guten Gefühlen, die es dir macht. Liebe, Vertrauen, Zuversicht.

Vertraue darauf, dass auch du diese innere Weisheit besitzt und dass sie sich dir zeigt, wenn du dich ihr öffnest und es wirklich zulässt. Sie wird dich lotsen und dir sagen, was dein nächster Schritt ist.

#5 - Nimm deine Angst an die Hand

Ganz oft kennen wir den nächsten Schritt, aber wir zweifeln. Wir wagen ihn nicht. Wir "müssen erst noch". Wir sind noch nicht so weit.

Oder wir gehen und gehen und geben dann mitten auf der Strecke auf. Vielleicht sind wir kurz vor dem Ziel, doch wir sind frustriert und überfordert und gestresst und haben die Nase voll von diesem ganzen Gedöns und Innere-Weisheit-Geschwafel und wollen einfach nur noch vorwärts kommen.

Die Wahrheit ist: Es ist unsere Angst, die uns zurückhält.

Manchmal stecken da ja auch (scheinbar) handfeste Gründe dahinter. Wir brauchen das Geld. Wir haben Angst, den Kunden oder den Job zu verlieren.

Wenn die Angst hochkommt, ist das meistens ein Zeichen dafür, dass du auf dem richtigen Weg bist. Du bist dabei zu wachsen, und das macht deinem kleinen Ego Angst. Es weiß nicht, was Großartiges hinter diesem Wachstumsschritt auf dich wartet. Es sieht nur seine eigene kleine Welt zusammenbrechen, und das ist eine Bedrohung.

Angst ist in den meisten Fällen keine Warnung vor schlimmen Dingen, die dir tatsächlich zustoßen können. Es kann sein, aber in den allermeisten Fällen wird Angst völlig fehlgedeutet. Angst ist ganz oft ein Zeichen dafür, dass du WIRKLICH vor dem Durchbruch stehst.

Wenn du jetzt bewusst bleibst, dich der Angst öffnest, durch sie hindurch gehst, dann wirst du deine Komfortzone verlassen und kannst neue, wunderbare Erfahrungen sammeln. Erfahrungen von Liebe, Fülle und Erfüllung.

#6 - Umgib dich mit Dingen, die dir Kraft schenken

Wenn du feststeckst und jetzt anfängst, dich mit anderen zu vergleichen, wirst du sehr schnell tiefer hineingezogen in die Abwärtsspirale.

Was du jetzt brauchst, sind Gedanken, Dinge, Menschen, die dir Kraft schenken, statt sie dir zu rauben. Ehrlich gesagt glaube ich, dass wir immer unseren Fokus darauf legen dürfen, uns mehr mit solchen Dingen zu umgeben, nicht nur in Plateau-Phasen.

Schau keine Filme, die dich runterziehen. Führe keine kraftraubenden Diskussionen. Meide Menschen, die deine Ängste noch mehr in dir triggern. Betreibe Umfeld-Hygiene. Das ist gelebte Selbstliebe.

Iss Dinge, die dir gut tun. Tu Dinge, die dir gut tun. Oft erlauben wir uns in Plateau-Phasen kein Nichtstun. Wir arbeiten nur noch mehr und härter, versuchen uns mit Gewalt aus dem Loch zu holen und geraten dabei nur immer tiefer hinein. Sei clever und geh anders vor. Nimm dir Zeit für die schönen Dinge. Geh spazieren, ein Eis essen, schwimmen. Mach jetzt ganz gezielt Dinge, die dich glücklich machen.

Wenn du glaubst, du hast sie nicht verdient, hast du sie erst recht verdient!

#7 - Suche dir Unterstützung

Um noch mehr in deine Kraft zu kommen, deine Einzigartigkeit wieder zu spüren, das Vertrauen zu dir selbst wieder zu erwecken, suche dir liebevolle Unterstützung.

Jemanden, der dich mental begleitet, der deine Energie hoch hält, mit dem du über alles reden kannst ohne irgendetwas zurückhalten zu müssen.

Viele Ängste verschwinden, wenn wir endlich die Chance haben, sie konkret beim Namen zu nennen. Oftmals tun wir das aber nicht, weil wir unser Umfeld schonen wollen, weil wir Konflikten aus dem Weg gehen wollen, vor allem aber auch, weil wir nicht vom Regen in die Traufe geraten wollen. Wer offen seine Ängste im falschen Umfeld teilt, kann auch erleben, dass sie größer werden, weil die Ängste der anderen mit angetriggert werden.

Vertraue deiner inneren Weisheit bei der Suche nach Unterstützung. Es können YouTube Videos sein, die dir neue Gedanken geben. Es können Bücher sein - jedes Buch hat seine ganz eigene Schwingung. Es kann aber auch ein Coach oder Therapeut sein, der dir zuhört und mit den richtigen Fragen deine Gedanken wieder ins Lot und dich wieder in die Balance bringt. Manchmal kommt dadurch der nächste klitzekleine Stein ins Rollen, der den nächsten größeren anstubst usw. ... (Wenn du darüber nachdenkst, mit mir zu arbeiten, lies hier meine Coaching-Philosophie und vereinbare hier ein unverbindliches Gespräch mit mir).

Was auch immer es ist, das dir jetzt gerade gut tut: Tu es. Überlege nicht, ob du es verdient hast, und erliege vor allem nicht dem weit verbreiteten Irrtum, dass du erst leisten musst, und vor allem immer leisten musst, um dir Gutes zu verdienen.

Gutes ist dein Geburtsrecht. Genau genommen musst du gar nichts dafür tun.

Alles Liebe,

Bettina

Kategorien: Freude + Leichtigkeit | Schlagworte: innere Weisheit, Selbstliebe, Selbstvertrauen, Vertrauen, Wachstum, Ziele

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