Bettina Ramm
Bettina Ramm
Soul Marketing - von innen geführt
 

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Das perfekte Timing

09.12.2022

Das richtige Timing ist Gold wert. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Zu den richtigen Menschen (im richtigen Moment) die richtigen Dinge sagen.

Nicht nur im Marketing und in deinem Business kann das ein absoluter Gamechanger sein, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen!

Hast du dich auch schon mal gefragt, ob "Timing" ein Zufall ist oder ob du es beeinflussen kannst? In den letzten Tagen nehme ich vermehrt wahr, dass tatsächlich Letzteres der Fall ist - aber anders als ich immer dachte.

Richtiges Timing durch Loslassen

Gestern Nachmittag bin ich mit meiner Tochter zu den Pferden gefahren. Eigentlich war Einkaufstag, da macht meine Tochter normalerweise die Pferde alleine (während ich mit meinem Mann Oliver den Wocheneinkauf erledige). Aber da wir gestern neues Heu bekommen hatten, hab ich beschlossen, ihr zu helfen. Eine Stunde kann nicht schaden, dachte ich mir.

Ich meldete mich bei meinem Mann ab und sagte ihm, in einer guten Stunde bin ich wieder da und dann können wir einkaufen fahren.

Doch dann kam es, wie es so oft kommt, wenn wir bei den Pferden sind - ich hab die Zeit vergessen. Naja, nicht wirklich vergessen, aber plötzlich war es mir nicht mehr so wichtig, schnell-schnell fertig zu sein.

Zuerst räumten wir das alte Heu auf, dann machten wir einen der neuen Ballen fertig. Anschließend beschloss meine Tochter, mit ihrem Pony spazieren zu gehen und ich hatte auf einmal Lust, sie mit Charismo zu begleiten. Also gingen wir eine Runde durch den Wald.

Wieder zurück entfernte ich nicht nur die Pferdeäpfel, sondern erneuerte auch das Pferdeklo.

Aus einer Stunde wurden so drei.

Früher wäre ich an diesem Punkt schon massiv gestresst gewesen. Spätestens auf dem Weg nach Hause hätte ich bereits innerlich mit meinem Mann diskutiert, weil ich mich nicht an meine Zusage gehalten hab und davon ausgegangen wäre, dass er bereits nervös und ungeduldig auf mich wartet. Mein schlechtes Gewissen hätte mir zusätzlichen Druck bereitet.

Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass mein Tagesplan ins Wanken gekommen war, was mich wohl in enorme Unsicherheit und weiteren Stress gestürzt hätte.

Heute belastet mich all das nicht mehr. Ich war total im Flow, denn für den Einkauf war immernoch mehr als genug Zeit. Das Abendessen muss nicht mehr zu einer bestimmten Uhrzeit auf dem Tisch stehen, und notfalls kann man ja auch hinterher noch einkaufen fahren.

Als ich aus dem Keller nach oben kam, begrüßte mein Mann mich mit den Worten: "Perfektes Timing!" Er hatte gerade seine Arbeit beendet und seinen PC heruntergefahren.

Seelenruhig und entspannt fuhren wir einige Minuten später los.

Was, wenn das perfekte Timing längst da ist?

In diesem Moment schwante mir, dass das perfekte Timing etwas ist, das wir nicht bewusst herbeiführen können, sondern im Gegenteil: Durch unsere Gedanken, unsere Gewohnheit zu planen und an diesem Plan festzuhalten, den Stress, den wir empfinden, wenn Pläne durchkreuzt werden - stellen wir uns diesem perfekten Timing entgegen.

Indem wir versuchen, das perfekte Timing durch bewusstes und geplantes Handeln herbeizuführen, stehen wir ebendiesem Timing im Weg.

Wir durchkreuzen die Pläne des Lebens, indem wir unseren eigenen Dickschädel durchsetzen, wenn du so willst.

Je mehr wir im Flow sind, desto mehr ist das perfekte Timing etwas ganz Natürliches, was immer da ist.

Wir können es auch dann nicht immer sehen, weil es nicht immer so offensichtlich ist wie bei mir gestern. Wenn ich gestresst gewesen wäre, hätte ich die Äußerung meines Mannes womöglich überhört. Wenn mein Mann es nur gedacht und nicht ausgesprochen hätte, wäre es mir nicht so deutlich vor Augen geführt worden.

Also was, wenn perfektes Timing tatsächlich immer da ist und wir es nur nicht immer sehen?

Oder was, wenn perfektes Timing zumindest dann da ist, wenn wir unsere (Kopf-)Pläne und Vorstellungen loslassen und uns in den Fluss des Lebens fallen lassen?

Mein zweites Erlebnis heute Morgen

Vor einigen Wochen habe ich für mein Thrive + Blossom Programm eine Onboarding E-Mail Serie erstellt. Neue TeilnehmerInnen erhalten über ca. 10 Tage verteilt mehrere E-Mails, in denen sie Schritt für Schritt in das umfangreiche Programm eingeführt werden. So können sie sich im eigenen Tempo mit den verschiedenen Angeboten für mehr Ruhe, Vertrauen und Sichtbarkeit vertraut machen.

Damals hab ich mir überlegt, dass ich gerne nach einigen Wochen einen kleinen Feedback-Fragebogen versenden möchte, um zu sehen, wo meine neuen KlientInnen stehen, was sie am Programm besonders schätzen und wie ich sie noch besser unterstützen kann.

Ich erstellte die Automation in ActiveCampaign, das ich auch zum Versenden meiner Newsletter nutze. Die letzte Mail (mit dem Fragebogen) ließ ich aber noch weg. Ich erstellte nur eine Wartezeit von 4 Wochen. Das heißt die EmpfängerInnen bleiben nach der letzten Onboarding-Mail noch 4 Wochen in der Warteschleife und dann verlassen sie die Automation. Das heißt auch, ich musste diese Mail noch ergänzen, bevor die 4 Wochen herum sind, sonst verlassen sie die Automation ohne dass sie die Mail erhalten.

Letzte Woche kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass bei der ersten Teilnehmerin, die diese Automation erhalten hat, wohl in nächster Zeit die 4 Wochen um sein müssten.

Gestern schaute ich bei ActiveCampaign nach (ich dachte, die 4 Wochen sind längst vorbei) und stellte erleichtert fest, dass sie noch in der Automation ist. Ist also noch Zeit.

Irgendwann am späten Vormittag kam der deutliche Impuls, JETZT den Fragebogen und die zugehörige Webseite zu erstellen. Aus irgendeinem Grund hatte ich das die ganzen letzten Wochen vor mir hergeschoben. Doch plötzlich fühlte es sich reif an.

(Für mich klang das so: "Was soll's. Ich mach das jetzt.")

Ich erstellte den Fragebogen, erstellte eine Webseite und setzte den Fragebogen drauf (kurze Werbeeinblendung ... wenn du das auch können möchtest - mit RobinGrips® ist das ganz unkompliziert möglich). Als ich damit fertig war, war es kurz vor zwölf. Mittag.

Ich hatte den Laptop schon fast zugeklappt, da meldete sich eine kleine Stimme: Mach die Mail doch gleich noch fertig!

Also erstellte ich noch rasch die Mail und machte die Automation damit rund.

Das war gut so, denn nach dem Mittag kam ein Buchpäckchen an, das natürlich gleich ausgepackt werden wollte (bald gibt es hier im Blog auch wundervolle Leseempfehlungen von mir). Und danach sind wir wie gesagt zu den Pferden.

Was soll ich sagen? Heute Morgen (!) kam das ausgefüllte Feedback-Formular meiner Klientin bei mir an. Genau heute Morgen waren die 4 Wochen für sie um und sie hat die Mail aus der Automation erhalten.

Wenn das kein Timing ist?

Es ist ein Gefühl

Das richtige Timing ist weniger ein Gedanke als vielmehr ein Gefühl. Das Gefühl von Flow, von "ja, das will ich" oder auch "das fühlt sich jetzt richtig an".

Wir können es nicht beeinflussen. Sobald wir es versuchen, kommt unser Ego ins Spiel und das stört mehr als dass es hilft.

Aber wir können üben, unserer inneren Führung zu folgen. Und ganz wichtig: Wir können Raum schaffen. Wir können das richtige Timing fördern, indem wir unsere Tage nicht mehr zu voll planen. Indem wir uns mehr treiben lassen.

Mich treiben lassen - das war lange Zeit ein absolutes Nogo für mich. Es klang nach Nichtsnutz, nach Faulsein, nach "nichts auf die Reihe bringen".

Es hat mich einiges an Mut gekostet, mich darauf einzulassen. Nach und nach meine Vorstellungen davon, wie ich sein muss und was ich tun muss, um erfolgreich zu werden, loszulassen.

Meine Todo-Listen zu reduzieren. Meine Marketingpläne ad acta zu legen. Es hat sich immer nach Erleichterung angefühlt, aber der Kopf hat oft rebelliert. Er fühlt sich unsicher auf diesem "Flow" Terrain. Er hat damit wenig am Hut.

Doch nach und nach konnte ich sehen: Mich treiben zu lassen hat überhaupt nichts mit Nichtsnutz zu tun, sondern damit, wieder mehr mir selbst zuzuhören und meinem inneren Kompass zu folgen. Es hat etwas damit zu tun, dem Leben zu vertrauen. Und es hat ganz viel damit zu tun, die Last der Verantwortung für das Wohlsein der Welt von mir abfallen zu lassen. Diese Last, die ich mir auf die Schultern geladen habe, ohne dass irgendjemand - ich am wenigsten - davon profitiert.

So wie ich gestern gefühlt habe, ja, ich will jetzt mit meinem Pferd noch spazieren gehen (auch wenn ich meinem Mann gesagt hab, dass ich gleich wieder da bin), oder ja, das fühlt sich jetzt stimmig an, das Formular zu erstellen und die Mail zu planen - so können wir von Moment zu Moment fühlen, was JETZT GERADE für uns dran ist.

Alles was es braucht, ist ein bißchen Mut, Neugier und Übung, um das alte konditionierte "Ich muss dafür sorgen, dass ..." loszulassen, damit das natürliche "Hm, mal sehen, was als nächstes dran ist" wieder Platz hat. Übrigens auch (oder gerade) im Marketing und Business.

Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken,

💖 Bettina

Kategorien: Mindset + Vertrauen | Schlagworte: Flow, mutig sein, nicht stressen lassen, Zeit ist relativ

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