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Was, wenn es Probleme gar nicht gibt?

01.06.2022

Ich möchte dich zu einem kleinen Gedankenexperiment einladen. Was, wenn Probleme in Wahrheit gar nicht existieren, sondern von uns selbst (unserem Ego) erzeugt werden? Was, wenn wir daher viel zu viel Energie damit verschwenden, wenn wir uns darauf konzentrieren, sie zu lösen?

Was, wenn wir sie - wie ein Zauberer - einfach verschwinden lassen können, nicht indem wir sie lösen, sondern indem wir etwas Neues sehen. Auf einer anderen Ebene also, wie es Albert Einstein schon angedeutet hat.

Hast du Lust? Dann los ... auf geht's.

Wir haben die Fähigkeit, Wahrheit zu fühlen

Vor etwa zwei Jahren fand ich auf meinem Schreibtisch zwischen vielen losen Blättern einen kleinen Zettel, auf dem stand: Probleme sind eine Illusion. In meiner Schrift. Ich hatte es aufgeschrieben und dann vergessen. Als ich den Zettel in der Hand hielt, konnte ich nicht mehr fühlen, was ich offenbar als tiefe Wahrheit empfunden hatte, als ich die Notiz verfasst hatte. Aber ich spürte die Faszination. Ich spürte die Sehnsucht.

Wie könnte mein Leben sein - ohne Probleme?

Das war wie ein Startschuss für eine ganz andere Art, im Leben zu sein. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Großteil meines Lebens damit verbracht, Probleme aus der Welt zu schaffen und mein Umfeld so zu verändern, dass ich endlich zufrieden sein kann. Beides mit eher lauem Erfolg.

Heute kümmere ich mich kaum noch um Probleme - weil ich keine mehr habe. Hin und wieder taucht einmal eines auf, dann weiß ich: Das ist altes Denken. Da darf ich nochmal genauer hinschauen.

Wir alle tragen die Fähigkeit in uns, Wahrheit zu fühlen. Anfangs spüren wir sie nur leise, wie ein sanftes Ziehen in eine bestimmte Richtung oder als ein warmes Gefühl von Neugier. Mit der Zeit wird das Gefühl deutlicher, leichter für uns zu unterscheiden von all dem Lärm, das im Innen und Außen von Gedanken verursacht wird.

Achte auf dieses leise Leuchten, wenn du weiterliest.

Wie entstehen Probleme?

Der Duden definiert ein Problem als "Schwierigkeit, schwierige [ungelöste] Aufgabe, schwer zu beantwortende Frage, komplizierte Fragestellung".

Ein Problem existiert immer dann, wenn wir die Realität anders haben wollen als sie ist.

Ein Problem ist also ein Kampf oder Widerstand gegen die Wirklichkeit. Gegen eine Wirklichkeit, die es in Wahrheit gar nicht gibt. Denn jeder von uns kreiert seine Wirklichkeit aus seinen eigenen Gedanken, basierend auf Erfahrungen und Erwartungen, verzerrt durch den individuellen Wahrnehmungsfilter.

Und wie werden sie gelöst?

Tja, das ist die große Frage, oder? Während manche Probleme sich nach einer Weile von allein in Luft auflösen, kehren andere immer wieder. Manchmal jahre- oder jahrzehntelang. Wir haben dann das Gefühl, in einer Endlos-Zeitschleife gefangen zu sein ("Und täglich grüßt das Murmeltier.")

Ich habe lange geglaubt, mein Verstand sei das ultimative Mittel, um ein Problem zu lösen. Schließlich ist der Verstand DAS Werkzeug, wenn es darum geht, mögliche Antworten auszudenken, die wir dann einfach nur anwenden brauchen.

Dieses Konstrukt geriet ins Wanken, als ich an der Sache mehrere Haken erkannte:

  1. Der Verstand hat nur Zugriff auf das, was er kennt. Er kann nur Erfahrungen widerkauen, die er bereits gemacht hat, und so projiziert er die Vergangenheit in die Zukunft. Für eine nachhaltige Problemlösung ist das wenig hilfreich.
  2. Zudem produziert er manchmal Lösungsvorschläge am laufenden Band, die wir unmöglich alle umsetzen bzw. ausprobieren können. Plötzlich stehen wir vor einem weiteren Problem: Zu wenig Zeit bzw. Geld, um all diese Optionen anzugehen.
  3. Bei mir selbst konnte ich ein weiteres Phänomen feststellen: Prokrastination. Manche Lösungsvorschläge habe ich nicht nicht umgesetzt, weil ich keine Zeit oder kein Geld hatte, sondern weil ich mich schlicht nicht überwinden konnte. Weil mir die Kraft fehlte, etwas in mir sich widersetzte, ich Angst hatte, oder was auch immer.

Und das bringt mich zu der Frage: Das muss doch irgendwie auch anders gehen?

Probleme wachsen munter wie Pilze

Ist dir schon mal aufgefallen, dass jedes Problem, wenn es gelöst ist, drei neue nach sich zieht? Probleme scheinen manchmal nachzuwachsen wie Pilze. Als säße jemand im Himmel, der uns fröhlich immer neue Hindernisse in den Weg legt.

Irgendwann kommen wir an einen Punkt, wo es einfach genug ist. An dem wir nicht mehr können. Wir verlieren den Wettlauf gegen das Speed-Wachstum und geben auf. Burnout wird das manchmal genannt.

Lösungen zu erdenken und anzuwenden kann nicht die Lösung sein. Wo bleibt denn da noch Zeit zum Leben?

Eine neue Sicht einnehmen

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass es mir nicht darum geht, Probleme zu verleugnen. Es geht mir darum, sie verschwinden zu lassen, und zwar nachhaltig, ohne den dreifachen Nachwuchs, den sie sonst gerne mit sich bringen.

Und ja, das ist möglich.

Just heute finde ich in meinem YouTube Feed folgendes Morgen-Mantra von Gottfried Sumser: "Wenn es uns gut geht, ziehen wir Lösungen an statt Probleme. Dann fließt das Leben ganz natürlich."

Auch andere Bewusstseinslehrer, wie Eckhart Tolle und Kurt Tepperwein, betonen: Bewusstsein ist das Ende all deiner Probleme.

Wichtig: Es geht hier nicht um positives Denken. Es geht nicht darum, dich im Kopf davon zu überzeugen, dass du keine Probleme hast. Das wäre Verleugnung und bringt eher den gegenteiligen Effekt.

Es geht darum, eine neue Sicht einzunehmen. Die Wahrheit zu fühlen. Denn die Wahrheit ist: Probleme sind eine Illusion. Unser Verstand (oder vielmehr unser Ego) will uns nur immer wieder vom Gegenteil überzeugen.

Und wie geht das?

Das ist eine gute Frage, die der (menschliche) Verstand nicht beantworten kann. Er hat auf diese tiefe Wahrheit keinen Zugriff, denn seine Welt ist begrenzt auf die Welt der Formen. Wir sind aber nicht nur Form, wir sind auch Formlos. Wir sind spirituelle Wesen, und unser Ego-Verstand kann mit diesem Fakt nichts anfangen.

Wenn wir unseren Verstand bemühen, werden wir daher nicht fündig werden.

Höre auf, darüber nachzudenken und beginne zu lauschen. Höre dem Leben zu. Lausche nach innen. Oder stelle die Frage in den Raum und lass sie dort wirken. Begib dich neugierig ins Nichtwissen - das ist der Ort, von dem neue Erkenntnisse kommen. Der Ort, der dich die Welt frisch und neu sehen lässt, unabhängig von deiner erlernten Weltanschauung.

Neugier und Nichtwissen öffnen dem Leben die Tür, dir eine neue Welt zu zeigen. Eine andere Welt, die bunt, hell und voller Möglichkeiten ist. Diese Welt existiert wirklich.

Sollen wir Probleme also ignorieren?

In "Ein Kurs in Wundern" steht: Kümmere dich nicht um die äußere Welt. Kümmere dich nur um deinen inneren Frieden. (Ich habe die Stelle jetzt auf die Schnelle nicht gefunden, daher ist das kein wörtliches Zitat, sondern nur sinngemäß.)

So gesehen: Ja. Wir dürfen Probleme ignorieren.

Aber ganz ehrlich - an diesem Punkt bin ich auch noch nicht und so weit müssen wir auch nicht gehen. Vor allem nicht im ersten Schritt. Denn wenn ich ein paar Jahre zurückdenke, erinnere ich mich: Da drehte sich noch fast 98% meines Denkens um meine Probleme und deren Lösung. Das runterzufahren ist schon ein riesiger Schritt, der unglaublich heilsam und effektiv ist.

Denn über Probleme nachzudenken, und dich ggf. sogar darüber zu ärgern, ist nicht nur total ungesund für dein gesamtes System (Körper, Geist und Seele), sondern es zieht auch neue Probleme in dein Leben. Worauf du deine Aufmerksamkeit legst, das wächst, heißt es ja nicht ohne Grund.

Probleme werden vom Ego erzeugt, um dann von ihm gelöst zu werden. So fühlt es sich wichtig. Das hält uns aber nicht nur davon ab, wirklich kreativ zu werden (und dazu sind wir eigentlich angetreten in dieser Welt), es ist auch schmerzhaft. Alles, was das Ego veranstaltet, um wichtig zu sein, tut weh. Nicht nur anderen, auch uns selbst.

Geh es langsam an

Eine neue Sicht kommt - zumindest für die meisten von uns - nicht über Nacht. Sie ist ein Prozess. Neugieriges Hinschauen und Lauschen auf die Botschaften des Lebens sind die wichtigsten Zutaten. Wenn du es schaffst, dich bewusst immer wieder von deinen Probleme abzuwenden und dich mit anderen Dingen zu beschäftigen - auch mental - hast du bereits einen wichtigen Schritt getan.

Verzweifeltes Agieren, oder vielmehr Re-Agieren, ist in der Regel kein guter Weg, um dein Leben nachhaltig von Probleme zu befreien. Es mag einen Moment lang helfen, aber langfristig erhält es die Illusion aufrecht, Probleme würden wirklich existieren.

Auch ich habe noch immer ein "Problem" in meinem Leben, auch für mich gibt es noch immer Neues zu sehen. Allerdings ist es zur Zeit wirklich nur ein einziges (mehr fallen mir gerade beim besten Willen nicht ein). Und das ist schon ein riesiger Fortschritt, wenn ich zwei Jahre zurück denke.

Hast du Lust, mit mir gemeinsam Neues zu entdecken und zu sehen? Dich auf den Weg zu machen in ein noch sorgenfreieres, helleres Leben mit noch mehr Möglichkeiten? Dann sei doch beim Sommerexperiment 2022 dabei. 3 Monate lang machen wir uns gemeinsam in der Gruppe auf die Suche nach mehr Leichtigkeit, inneren Frieden und Problem-Freiheit.

Am 3. Juni gebe ich ein kostenfreies Webinar, in dem ich mehr darüber erzähle. Hier kannst du dich anmelden. Am 15. Juni startet das Sommerexperiment (bis Mitte September). Hier kannst du für nur 238 Euro inkl. Mwst. dabei sein.

Ich freue mich auf dich,

💖 Bettina

Kategorien: BewusstSEIN | Schlagworte: Denken verändern, Der Unsichtbare Riese, Loslassen, Probleme (auf)lösen

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