Bettina Ramm
Bettina Ramm
 

Zurück zur Übersicht

Weggabelung im Wald

Was, wenn der richtige Weg genau der ist, den du dir nicht erlaubst?

24.09.2026

Vor ein paar Tagen habe ich zwei Menschen zugehört, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Beide sprachen über Geld. Beide waren absolut authentisch und vertrauenswürdig, und wenn ich sie nicht direkt nacheinander gesehen hätte, wäre es mir wahrscheinlich gar nicht aufgefallen.

Ihre Ansätze waren grundverschieden.

Der Erste sagte, er tue für Geld nur das, was er auch umsonst tun würde. Er erzählte von einem Kunden, dem er sein Coaching geschenkt hat, weil er überzeugt war, dass dieser nur so wirklich zuhören würde (dieser Kunde war nicht arm, im Gegenteil).

Der Zweite sprach darüber, wie überholt das System sei, für jemand anderen zu arbeiten. Unter anderem zeigte er, wie er Geld verdient, indem er auf Facebook einen Affiliate-Link bewirbt, also einen persönlichen Empfehlungslink zu einem fremden Produkt. Kauft jemand über diesen Link, bekommt er einen Teil vom Umsatz. Fertig.

Beides klang für mich absolut überzeugend, denn beide sind sehr erfolgreich und beide wirkten, als wüssten sie genau, wovon sie reden. Und gleichzeitig passte es überhaupt nicht zusammen. Der eine verdient Geld mit Herzblut und verschenkt sogar seine Arbeit. Der andere verdient Geld mit etwas, das er nicht einmal selbst gemacht hat.

Also: Wer von beiden hat recht?

Zwei Wege. Und unendlich viele mehr.

Früher hätte ich geglaubt, der eine hätte es "verstanden", während der andere nur dem Geld folgt. Dass der eine erwacht sei, und der andere gierig. Dass der eine den "neuen" - von Gott oder von innen geführten - Weg geht, während der andere noch immer dem alten folgt, dem ohne Seele.

Kreativmodus vs. Überlebensmodus.

Aber genau das ist der Denkfehler, der vielen Menschen Erfolg unmöglich macht.

Wenn wir bestimmte Wege ablehnen, werden wir vielleicht nie den finden, der für uns gedacht ist.

Eines der ersten Dinge, die ich über Mind, die unendliche Intelligenz, Gott lernte, war: Diese Kraft ist absolut neutral. Sie urteilt nicht.

Was für uns stimmt, ist automatisch auch okay für sie.

Das macht es auf den ersten Blick nicht leichter - denn wenn uns klar wird, dass die Regeln im Außen auch keine Erfolgsgarantie geben können, fühlt sich das erstmal an als würden wir den Boden unter den Füßen verlieren.

Auf den zweiten Blick kommt jedoch meist Erleichterung. Wenn es keinen richtigen Weg gibt, kann ich ja machen, was ich möchte. Dann muss ich mich für keinen der beiden Wege entscheiden, weil es noch so viele andere gibt ... Oder ich kreiere gleich meinen eigenen.

Richtig und falsch sind irreführende Wegweiser

Wenn wir in richtig und falsch denken, hängen wir in Regeln und moralischen Gerüsten fest, die uns die Sinne vernebeln und unsere Möglichkeiten einengen.

Wir sehen viele Türen erst gar nicht, weil wir uns ohnehin nicht erlauben würden, sie zu öffnen.

Wenn wir es ablehnen, Geld "einfach nur" auf einem Weg zu verdienen, der "einfach nur" Spaß macht oder leicht geht oder was auch immer, verwehren wir uns vielleicht genau den Weg, der für uns vielleicht richtig gut funktionieren würde.

Und das gilt nicht nur für Geld, sondern auch für alles andere: Business, Kindererziehung, Paarbeziehungen (angefangen von der Frage, welche Art von Beziehungen wir haben wollen), Ernährung usw.

Wir sind nicht hier, um zu besseren Menschen zu werden. Wir sind auch nicht hier, um die Welt zu retten. Wir sind hier, um uns auf unsere ureigene Art kreativ auszudrücken - und der beste Wegweiser dafür ist nicht "richtig" und "falsch", sondern - was fühlt sich für mich richtig an?

Unsere innere Führung ist das göttliche Tool, das uns hierher mitgegeben wurde, um genau das Leben führen zu können, das wir uns wünschen. - Bettina Ramm

Zwei Fragen

Das heißt nicht, dass wir nicht auf andere hören dürfen. Aber wir müssen ihre Regeln nicht für uns übernehmen, nur weil sie gut oder erwacht oder sicher klingen. Wir können uns inspirieren lassen, mit ihren Empfehlungen experimentieren, und uns dann doch nach einer Weile dagegen entscheiden.

Vielleicht dauert dieser Weg etwas länger, dafür ist er genau passend auf uns zugeschnitten.

Wenn wir tun, woran wir glauben und was für uns Sinn macht (nicht für irgendwen), gibt uns das Kraft, und wir bleiben länger dran. Das wiederum erhöht unsere Chancen auf Erfolg enorm.

Zwei Fragen helfen der eigenen inneren Stimme auf die Spur zu kommen:

Was will ich?

Was weiß ich, was zu tun ist?

Denn innere Führung ist eine Mischung aus stillem Wissen und natürlichem Wollen.

Taste dich voran

Vor Kurzem habe ich einen sehr erfolgreichen spirituellen Coach sagen hören, ihm gelinge es immer besser auf seine innere Stimme zu hören. Das hat mich unendlich erleichtert, weil ich manchmal selbst das Gefühl habe, meine innere Führung nicht richtig wahrzunehmen.

Aber auch hier geht es nicht um Perfektionismus. Es geht um Ehrlichkeit.

Und Mut.

Die eigene Stimme wahrzunehmen ist nicht immer einfach, weil der Lärm im Außen - und auch im Innen - oft enorm ist. Und wenn wir gelernt haben, sie zu hören, heißt das noch nicht, dass wir ihr immer vertrauen.

Es ist okay. Es geht nicht darum, es "richtig" zu machen. Wir spüren immer schneller, wann wir vom Weg abgekommen und wieder dem Drängen und Lärmen nachgegeben haben.

Und mit der Zeit wird es immer leichter, der eigenen Stimme zu folgen.

Oder vielleicht besser gesagt, es wird schwerer, ihr nicht zu folgen.

Vertraue dir und dem Leben

Egal, wohin wir im Leben wollen - es gibt keine Garantie, dass wir dort ankommen.

Aber die Wahrscheinlichkeit steigt, wenn wir anfangen uns selbst zu vertrauen.

Zum Einen, weil wir uns weniger ablenken lassen. Wenn wir unseren Weg von innen nach außen gehen, haben Verlockungen im Außen nicht mehr so viel Angriffsfläche.

Zum Anderen aber auch, weil für unseren Erfolg vor allem wichtig ist, dass wir dran bleiben - und das wird leichter, wenn wir einen Weg gehen, der auch wirklich zu uns passt.

Alles Liebe

Bettina

PS: Wo in deinem Leben folgst du gerade dem "richtigen" Weg? Ist es möglich, dass er gar nicht deiner ist? Schreib mir gern ein paar Worte dazu in die Kommentare. 👇

    Kategorien: Was willst du? | Schlagworte: dem Herzen folgen, Erfolgsrezepte, innere Weisheit, Selbstvertrauen

    Sharing is caring - teile den Beitrag

    Aloha, ich bin Bettina - Unternehmerin, Pferdefrau, Autorin und spirituelle Forscherin. Ich liebe die Natur, das Leben und lazy Erfolg, der sich natürlich und mühelos entfaltet.

    Hier im Blog teile ich meine Erkenntnisse und Erfahrungen rund um Marketing und Spiritualität - für ein Leben, das sich so anfühlt, wie es eigentlich für uns gedacht ist: Voller Freude, Neugier, Leichtigkeit und innerem Frieden.

    Mehr über mich »

    Abonniere meinen Newsletter »

    Beitrag kommentieren

    Diese Webseite verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Bitte wähle, welche Cookies du erlaubst.

    Folgende Cookies zulassen:

    Alle akzeptieren

    Mehr Informationen


    Welche Cookies werden gesetzt?

    Marketing
    prism_xxx Dieser Cookie wird für unseren Newsletter-Dienst ActiveCampaign gesetzt, um dir dein Newsletter-Erlebnis so persönlich wie möglich zu gestalten.
    _fbp Dieses Cookie verwendet Facebook, um Werbeprodukte anzuzeigen.
    Notwendig
    dwa_cookie_noticed Speichert die Einwilligungen zu den Cookies für ein Jahr. Dieser Cookie kann zurückgesetzt werden, wenn die Einwilligung entzogen werden soll.
    PHPSESSID Behält die Einstellungen der Seite des Benutzers bei allen Seitenanfragen bei.
    robin_marketing_popup Sorgt dafür, dass das Marketing-Popup nicht bei jedem Seitenwechsel erneut aufpoppt.
    Statistik
    _pk_id Matomo - Cookie zum Speichern einiger Details über den Benutzer, z. B. der eindeutigen Besucher-ID (anonymisiert), notwendig zum Zählen wiederkehrender Besucher. - Speicherdauer 13 Monate
    _pk_ses Matomo-Cookie zur Speicherung Sessionabhängiger Nutzerdaten - Speicherdauer 30 Minuten